Das Buch: Berlin.Plattenbau

Berlin.Plattenbau ist tatsächlich mein Debütroman. Ich bezeichne ihn als sozialkritisch, schonungslos und ehrlich, gespickt mit viel Berliner Schnauze (muss man mögen) und einer gewissen Portion Humor.

Für alle, die unsicher sind, ob der Wälzer auch tatsächlich ihren Geschmack trifft, habe ich hier eine kurze Leseprobe zum reinschmökern:

Auszug aus dem 1. Kapitel:

Leni hockte auf dem Linoleumboden und lehnte mit dem Rücken an der Heizung. Ihre Finger umschlossen den Thermostat, sie drehte ihn auf die höchste Stufe. Die Rohre ächzten, und durch den dünnen Stoff des T-Shirts bahnte sich die Hitze allmählich ihren Weg.
Erin und Colin lümmelten auf dem Bett herum.
Das flackernde Licht der Nachttischlampe tauchte ihre Gesichter in mystische Schatten. Ihr Bruder tippte konzentriert auf seinem Handy und schlug hin und wieder mit der Faust auf die Matratze. Wahrscheinlich lief sein Spiel scheiße. Erin hatte sich in seinen Schoß gekuschelt und blätterte in dem alten Märchenbuch, das ein Geschenk von Lenis Großeltern war.
Aus dem Flur drang die Stimme ihrer jüngsten Schwester. Charly trällerte lautstark: „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach … Klipp, Klapp“, tanzte in ihrem rosafarbenen Tutu immer wieder an der offenen Zimmertür vorbei und entlockte Leni damit ein Lächeln.
Sven ließ einen Brüller los, doch er prallte an ihr ab. Mit starrem Blick musterte sie ihre Schultasche.
„Erinnere deine Mutter bitte an den heutigen Sprechtag. Ich erwarte sie um 15 Uhr“, hatte Frau Schröder sie ermahnt.
Die Zeiger ihrer Armbanduhr verrieten, dass es zehn nach zwei war.
Vorhin hatte sie den Lehrersprechtag ins Spiel bringen wollen, doch ihre Mutter hatte auf der Couch geschlafen und Alkohol ausgedünstet. Kein guter Zeitpunkt. Als sie wenig später noch einen Versuch wagte, hatte Sven sie mit grimmiger Miene verscheucht. Daraufhin war sie in ihr Zimmer geflüchtet und hatte ihren Lieblingsplatz eingenommen. An der Heizung verweilte sie nach wie vor.
„Charlyyyyyy!“ Sven brüllte nun so laut, dass Erin und Colin aufschreckten.
„Entspannt euch! Ich sehe nach“, beruhigte sie ihre jüngeren Geschwister, begab sich in die Hocke und drückte sich mit einem Ruck nach oben. Schweigend verließ sie das Zimmer, bedachte ihren Bruder mit einem eindringlichen Blick und schloss vorsorglich die Tür hinter sich.
Als sie die Stube betrat, riss der Stiefdödel ihre Schwester am Arm nach oben. Die kurzen Beinchen baumelten in der Luft.


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